„Aufschieberitis”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles beginnt mit dem ersten Schritt!

 

Hast du das Wort Prokrastination schon einmal gehört? Wie steht es mit „Was du heute kannst besorgen, verschiebe ruhig auf morgen"? Schiebst du gern oder häufig Dinge auf?

 

Auch wenn die Verbindung auf den ersten Blick etwas sinnfrei erscheint, läute ich diesen Post mit einer kleinen Geschichte ein, in der ich dich mitnehme auf den Besuch in eine CrossFit Box. CrossFit? Ja, diese spannende Gemeinschaft von aktiven Menschen, die keine Scheu vor hartem Training, viel Schweiß und WODs haben. WODs ist die magische (oder auch Angst machende) Abkürzung, um die sich fast alles dreht. Das „Workout of the Day” ist immer eine hammerharte Kombination aus Übungen, die ein Wh-Ziel haben oder auch auf Zeit ausgeführt werden. Aber ganz ehrlich, CrossFit WODs sind kein Spaziergang, meist werden die schon technisch anspruchsvollen Übungen auch noch mit ziemlich schweren Gewichten ausgeführt.

 

Falsche Vorstellungen

Und genau so habe ich mir das Workout in der Box auch vorgestellt. Aber hier kommt die Überraschung: Ich hatte irgendwie eine Gruppe von knallharten Athleten erwartet, die schon zum Aufwärmen 30 kg-Kettlebells in die Luft werfen oder mit 20 Muscle-ups beginnen. Weit gefehlt - und das soll die Leistung und das Engagement der trainierenden Personen nicht schmälern (im Gegenteil) -, die Trainingsgruppe bestand aus „normalen" Leuten, die kurz zuvor erst ihren Computer im Büro runtergefahren hatten. Oh Mann, wie gern hätte ich mitgemacht...(ich war nur zum Gucken da)!

 

Und?

Was hat das jetzt alles mit Prokrastination zu tun? Es beweist, dass man kein Experte und keine Hochleistungsmaschine sein muss, um sich an Neues heranzuwagen. Natürlich hilft ein Grundwissen, aber in vielen Bereichen unseres Lebens ist es viel wichtiger, aktiv zu werden und einfach mal „zu machen". Perfektionismus ist selten die Optimierung der Prozesse, sondern ganz häufig eine große Unsicherheit oder eine spezielle Art von Aufschieben. Denn wer das Aktivwerden vor sich herschiebt, weil ja noch geplant, verbessert und optimiert werden muss, hat schlicht und einfach einen Haufen Angst vor dem Scheitern. Wirst du aktiv und traust dich, erhöhen sich die Chancen, auf die Nase zu fallen und mit einem Projekt zu scheitern. (Ja, ich sehe einige Leute nicken. Ich weiß, ich mache das auch!)

Und glaubt nicht, dass ihr euch jetzt erwischt fühlen musst, denn es geht verdammt vielen Menschen so. Ich schreibe das hier aus eigener Erfahrung. Es ist wichtig, aktiv zu werden und loszulegen, denn etwas besser machen kann man nur, wenn man Fehler oder Mängel aufdeckt und konstruktive Kritik sinnvoll umsetzt.

Und das betrifft natürlich nicht nur dein Business, sondern besonders deine Gesundheit. Du schaffst keine 10km am Stück? Du bringst nicht viel mehr als 2 Liegestütze und nur einen Klimmzug? Kannst nicht auf Schokolade verzichten? Furchtbar egal....wirklich. Leg los mit Baby Steps, dein Körper wird dankbar sein für jede Veränderung in die richtige Richtung.

"Es wird nicht leichter, du wirst besser!"

Hast du dich auch schon beim Aufschieben erwischt? Schreibe mir, was du gern aufschiebst und wie du dich selbst bei Prokrastination erwischst. Ich bin gespannt...

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